Wochenlinks 10

Wochenlinks 10

Politik

Studie: Wer unterschreibt eigentlich E-Petitionen ?
Die Autor*innen der Studie „Birds of a Feather Petition Together?“ haben sich E-Petitionen, die im Deutschen Bundestag zwischen Oktober 2008 und Februar 2013 unterzeichnet wurden, genauer angesehen. Sie wollten herausfinden, welche Rückschlüsse die Daten auf die Unterzeichner*innen zulassen, ob vielleicht spezielle Gruppen ihre Anliegen über E-Petitionen in die Politik einbringen.
Identifiziert haben sie die Gruppen:

  • Singletons – unterzeichnen einmalig
  • Returnees – wiederkehrende Unterzeichnende, 2 bis 23 Petitionen
  • Highly Active Users – häufige Unterzeichnende, 24 bis 118 Petitionen
  • Hyperactive Users – sehr häufige Unterzeichnende, 119 bis 1981 Petitionen

Digitalisierung

Zur Entwicklung des digitalen Journalismus und sozialen Plattformen
Die Medienexpertein Emily Bell hat die zunehmende Verbreitung von Nachrichten über soziale Plattformen kritisiert. Sie sieht eine Machtverschiebung von Nachrichtenunternehmen hin zu Social Media-Unternehmen. „Einerseits stärken Internet und Social Media zwar die journalistische Arbeit, in dem sie ihr (wieder) eine Plattform geben. Andererseits werde die finanzielle Rentabilität geschwächt, so Bell. Die Nachrichtenseiten selbst werden weniger geklickt, die Werbeeinnahmen gehen zurück.“

„Die New York Times der Millennials“

Während die klassischen Nachrichtenkanäle bei der jüngeren Zielgruppe zunehmend an Interesse verlieren, zeigt die Website Mic wie es auch anders gehen kann. Sie gilt als die „New York Times der Millennials“, d.h. der Generation der zwischen 1980 und 1995 geborenen. Die sozialen Medien wie Facebook und Twitter sind der wichtigste Vertriebskanal. „Mehr als die Hälfte unserer Besucher kommen aus den sozialen Medien. Social Media ist Herz und Seele des täglichen Nachrichtengeschäfts“.

Arbeit

Disruption der Arbeitswelt durch technologische, soziale und ökonomische Vernetzung
Durch die Digitalisierung steigt der Grad der Vernetzung und nach Meinung der Autor*innen entsteht damit ein neues Wirtschaftssystem. „Je nach Perspektive wird es als Sharing Economy oder Plattform-Kapitalismus bezeichnet.“ Ein Beispiel dafür ist Facebook, das inzwischen mehr ist, als nur ein soziales Netzwerk. Damit die Gesellschaft bei der Entwicklung mithalten kann, sind Reformen notwendig, die uns zur digitalen Transformation befähigen. „Während Technologie und Wirtschaft davoneilen, drohen Gesellschaft und Politik in einem veralteten Modell stecken zu bleiben. Wir brauchen deshalb Investitionen in die Art und Weise, wie wir als Gesellschaft funktionieren.“

Bildung

Digital Arbeitsblätter teilen
Die Wikimedia Stiftung für freies Wissen hat im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung den „Praxisrahmen Open Educational Ressources“ erstellt. „In Workshops mit 250 Fachleuten aus Schulen, Verlagen, Ministerien und Universitäten sollte geklärt werden: Wie kann OER in Deutschland vorangebracht werden?“

0 Comments

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.