Rassistische Algorithmen, Prothesen aus dem 3D-Drucker und Computerspiele – Wochenlinks 37

Rassistische Algorithmen, Prothesen aus dem 3D-Drucker und Computerspiele – Wochenlinks 37

Software

Der Algorithmus ist Rassist – fehlende Diversität in Tech-Firmen
Algorithmen werden von Menschen kreiert und transportieren deshalb auch menschliche Werte. Ein Forscherteam startete einen Schönheitswettbewerb, um nachzuweisen, dass Algorithmen „Schönheit“ objektiv beurteilen könnten. Das Ergebnis war, dass kein dunkelhäutiger Mensch als schön bewertet wurde. „Der Schönheitsalgorithmus funktionierte nun so, wie er funktionierte, weil er hauptsächlich von weißen Menschen gemacht wurde. Gegenüber dem „Guardian“ gab ein führender wissenschaftlicher Mitarbeiter von Beauty.AI zu, bei der Entwicklung der Schönheitsstandards seien zu wenig Minderheiten miteinbezogen worden.“

Open Source

OpenSource Projekt entwickelt Prothesen – aus dem 3-D-Drucker
Fab Labs sind offene Entwicklungswerkstätten, die jeder interessierten Person Zugang zu High-Tech Werkzeugen wie 3D Druckern, Lasercuttern und CNC Fräsen, bieten. Inzwischen gibt es ein weltweites Netzwerk dieser Einrichtungen. Ein Mechaniker, der bei einem Unfall seine Hand verlor, nutzt ein Fab Lab um eine passende Prothese herzustellen. „Ich sah plötzlich die Chance, irgendwann unabhängig zu werden und meine eigene Prothese herstellen zu können.“

Arbeit

Digitalisierung vergrößert vorhandene Nachteile für Arbeitnehmer – Rechtsgutachten im Auftrag des DGB
Der DGB hat ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das die Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeitnehmer*innen zum Gegenstand hat. „Die mobile, digitalisierte Arbeitswelt führt zu inhalts-, orts- und zeitentgrenzten Arbeitsleistungen“, so ein Fazit des Gutachtens. „Die in abhängigen Arbeitsbeziehungen anzutreffende strukturelle Unterlegenheit des Arbeitnehmers wird durch die modernen Entwicklungen noch verstärkt.“

Gaming

Crypto-Thriller im Museum: „Data Run“ sensibilisiert Jugendliche für digitale Mündigkeit
Das Deutsche Technikmuseum nutzt im Rahmen der Dauerausstellung „Das Netz. Menschen. Kabel. Datenströme“, ein Alternate-Reality-Spiel, in dem die Grenze zwischen Fiktion und realen Erlebnissen bewusst verwischt wird. Das Spiel „„Data Run“ soll Jugendliche von der siebten bis zu zehnten Klasse netzpolitische Themen näherbringen.

Computerspiele zum Thema Flucht und Asyl
In sogenannten Newsgames versuchen Spielehersteller*innen Fluchterfahrungen für Nichtbetroffene erfahrbar zu machen. „Newsgames vermitteln auf spielerische Art und Weise gesellschaftliche und politische Themen, meist mit der Intention, zu informieren, Einblicke in Lebenslagen von Menschen zu geben und so eine persönliche und emotionale Verbindung zu einem sachlichen Thema herzustellen.“ Der Beitrag gibt einen Überblick über Spiele, die für die medienpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geeignet sind.

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