Medienumgang Jugendlicher, Partizipation durch Videogames und digitaler Nachlass – Wochenlinks 48

Medienumgang Jugendlicher, Partizipation durch Videogames und digitaler Nachlass – Wochenlinks 48

Internet

„Wer archiviert das Internet?“ über Möglichkeiten und Wege, das Wissen des Internets für die Nachwelt zu bewahren.
Bei der Konferenz „Zugang gestalten!“ diskutierten Fachleute über die Notwendigkeit eines Archivs des Internets. Das Internet ändert sich stündlich, neue Webseiten gehen online, in jeder Sekunde werden neue Daten online gestellt. „Doch wer kümmert sich eigentlich um diese Daten? Wer sammelt die vielen Inhalte, um sie auch dann noch zugänglich zu machen, wenn sie einmal gelöscht wurden? Wer sorgt dafür, dass wir auch in fünfzig Jahren noch nachvollziehen können, was es mit den Cat-Memes auf sich hatte?“.

Nachlassverwaltung – Leben und Sterben im Internet
Was passiert mit den Facebook-Accounts, E-Mails oder Password-Managern nach einem Todesfall? „Ich hatte einen Künstler, der verstorben ist, wo die Tochter dann zu spät bemerkt, da gibt es einen wichtigen Schriftverkehr und Hinterlassenschaft dieses Komponisten und Dirigenten, der verloren ist, weil er nur auf einem Webmail-Konto lagerte und das nach sechs Monaten abgeschaltet ist.“ Einige Softwarefirmen haben die Marktlücke schon erkannt und bieten entsprechende Dienstleistungen an.

Gaming

Aus Bauhaus und Minecraft wird Baukraft
Aus der Frage, wie Jugendliche zu mehr sozialem Engagement motiviert werden können, entstand die Idee zu „Baukraft“, einer virtuellen Kopie des Berliner Hochhausviertels Gropiusstadt. Mit Minecraft, dem meistverkauften Videospiel der Welt konnten Jugendliche Ideen für ihre Wohnumgebung entwickeln. „Weil die Gropiusstadt viele Freiflächen hat, ließen sich dort mit viel Fantasie richtig reale 3-D-Welten erschaffen. Die Ideen dazu liefern, sollen die, die Freiflächen auch am meisten nutzen: Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren. “

Bildung

JIM-Studie 2016 – 12 bis 16jährige zu ihrem Medienumgang u.a. bei Hausaufgaben, Lernen und Schule befragt
Die JIM-Studie (Jugend, Information, (Multi-) Media) dokumentiert seit 1998 die Mediennutzung von Jugendlichen in Deutschland. Bei der diesjährigen Befragung wurde auch nach dem Medienumgang im Zusammenhang mit Schule gefragt. „Mit 94 Prozent dürfen fast alle Befragten ihr Handy mit in die Schule nehmen, dort ist die Nutzung dann aber unterschiedlich reglementiert. Zwei Fünftel dürfen ihr Mobiltelefon zwar mit in die Schule nehmen, dort dann aber prinzipiell nicht benutzen.“

Internet of Things

Das Internet der Dinge ist kaputt
Unter den Titel „Das Internet der Dinge ist kaputt“ zeigt die SZ in einer fünfteiligen Serie Schwachstellen des Internets auf. Das können Webcams sein, die Einblicke in privateste Momente geben aber auch Indurstrieanlagen, bei denen es auch um unser Trinkwasser geht und die nicht genügend gesichert sind.